Projekttag: Zu gut für die Tonne

Ernste Themen und ein Reste-Essen

Bunder Schüler lernen den sparsamen Umgang mit Lebensmitteln

 

Bunde. Am Montag trafen sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die Lehrerin und diplomierte Ökotrophologin Gerda Müller und ihre zehnte Klasse des Profils "Gesundheit und Soziales" der Oberschule Bunde zum gemeinsamen Kochen. Das Treffen stand unter dem Motto "Zu gut für die Tonne".

Dabei handelt es sich um eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Sie soll der vermehrten Lebensmittelverschwendung entgegenwirken und den Jugendlichen einen besseren Umgang mit Lebensmittelresten nahelegen.

"Wie lagern wir richtig?" und "Wie gehen wir mit Lebensmittelresten um?", dies waren nur einige der Fragen, die in der Küche der Oberschule geklärt wurden.

"Der heutige Überfluss an Nahrungsmitteln lässt uns schnell vergessen, dass viele Menschen immer noch Hunger leiden. Fehlende Wertschätzung der Nahrungsmittel und Verschwendung sind die Folgen" erklärt Connemann den Schülern. Elf Millionen Tonnen Essen werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen, davon 60 Prozent in Privathaushalten.

Die Schüler erkannten während des gemeinsamen Kochens schnell, dass die Menschen früher viel bewusster mit Lebensmitteln umgingen.

Beim gemeinsamen Kochen sollten die Jugendlichen auch lernen, wie sie aus "älteren" Lebensmitteln und Resten ein Gericht zaubern. Auf der Speisekarte stand unter anderem Nudelauflauf und Milchreis mit Apfelmus, um Gemüsereste und Äpfel mit braunen Stellen bestmöglichst zu verwerten.

Auf der Internetseite "zugutfürdietonne.de" stehen weitere Informationen zu dem Thema bereit. Außerdem bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft neben Rezepten für "beste Reste" auch eine App zum "Lebensmittelretten" an.

 

(Rheiderland Zeitung 14.09.2016)